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Paratriathletin Anja Renner lächelt

Erfahrungsbericht - Anja Renner

11. Dezember 2025

„Ich weigere mich aufzugeben“ – Erfahrungen mit Retinitis pigmentosa (RP) & OkuStim®

Paratriathletin Anja Renner berichtet offen von ihrem Leben mit RP und ihren Erfahrungen mit der OkuStim®-Therapie – ehrlich, alltagsnah, ermutigend.

Anwenderporträts
Paratriathletin Anja Renner lächelt

Warum Erfahrungsberichte wichtig sind – und was sie nicht leisten

Wer die Diagnose Retinitis pigmentosa (RP) oder eine andere erbliche Netzhauterkrankung bekommt, sucht Antworten – aber oft vor allem Menschen, die diesen Weg schon ein Stück gegangen sind. Erfahrungsberichte machen Mut, geben ganz praktische Ideen für den Alltag und helfen, Entscheidungen nicht nur „auf dem Papier“, sondern im wirklichen Leben einzuordnen.
Genauso wichtig ist die Grenze: Jede Geschichte ist ein Einzelfall. Was Anja oder Moritz hilft, muss nicht für alle passen. Medizinische Schritte gehören in die ärztliche Beratung – Erfahrungsberichte ersetzen keine Diagnostik und keine Leitlinien.

Anja Renner – Usher-Syndrom,
Paratriathlon und der lange Atem1

Vom Schock zur Haltung: „Nicht aufgeben“

Anja Renner ist von Geburt an hörgeschädigt. Mit 25 Jahren folgt die Diagnose Usher-Syndrom – eine Erkrankung, die Hören und Sehen betrifft. Das Sehvermögen nimmt durch Retinitis pigmentosa langsam ab. Jahre später beschreibt sie: „Heute sehe ich nur noch etwa 10 % dessen, was die meisten sehen.“ Statt zu resignieren, formuliert sie ihr persönliches Gegenprogramm: nicht aufgeben, Schritt für Schritt anpassen, mental stark bleiben.1

Leistungssport mit weniger als 10 % Restsehen

Anja findet im Paratriathlon eine Bühne für diese Haltung. Mit Guide fährt sie Tandem, trainiert konzentriert und plant ihre Starts akribisch. Wer ihr folgt, spürt: Es geht um Selbstbestimmung – nicht um das Wegreden von Schwierigkeiten. Das Training ist ihr Kompass; sie spricht offen über Rückschläge und über das Gefühl, sich immer wieder neu zu erfinden.1

„Die Diagnose war ein Schock, der mir den Boden unter den Füßen wegzog. Aber ich weigerte mich, aufzugeben.“ – Anja Renner1

Was Anja anderen mitgibt

  • Akzeptanz zulassen, Aktivität behalten. Die Krankheit darf benannt werden – und trotzdem ist jeden Tag Handlungsspielraum.1
  • Umfeld ins Boot holen. Guides, Familie, Freunde – wer mitträgt, macht neue Wege möglich.1
  • Eigene Definition von Erfolg. Manchmal ist „Erfolg“ ein guter Trainingstag, manchmal ein kluger Plan B.1

Was viele Betroffene ähnlich erleben –
gemeinsame Muster

Gefühle & Mindset: Zwischen Trauer, Wut und Zuversicht

Der Erfahrungsbericht beginnt erstmal mit einem Erschrecken: der Moment, in dem klar wird, dass etwas Grundlegendes im Sehen nicht mehr so ist wie früher. Aus dem Schock wird eine Haltung: „Ich weigere mich aufzugeben“ (Anja). Dahinter steckt kein „Alles ist gut“, sondern die Entscheidung, trotzdem weiterzugehen – mit der Erkrankung, nicht gegen das Leben.1

Praktische Übersetzung

  • Erlauben, was da ist (Frust, Trauer) – und Räume schaffen für Zuversicht.
  • Erfolge klein denken: Heute sicherer ankommen, eine neue Routine testen, eine Hürde weniger.
  • Soziales Netz aktivieren: Guides, Familie, Kollegen – nicht alles allein tragen.1

Alltag & Tools: Von Kantenfiltern bis App-Guidance

Struktur hilft. Feste Trainings- oder Therapiezeiten, klare Routinen, Tools, die wirklich benutzbar sind. Für manche bedeutet das Kantenfilter und gute Beleuchtung, für andere digitale Assistenzen, Orientierungshilfen, Vorlese-Apps, Sprachausgabe, Zoom-Funktionen oder konsequente Kontrastgestaltung am Arbeitsplatz. Wichtig ist nicht die „perfekte“ Lösung, sondern die passende – heute, für diesen Alltag.1

Medizin & Therapie: Warum Standardisierung in der Nachsorge hilft

Welches Vorgehen oder auch welche Routine für Betroffene individuell Sinn machen, gehört immer in ein ärztlich begleitetes Setting: Eignung, Stromstärke, Häufigkeit, Verlaufskontrollen (z. B. Gesichtsfeld, OCT) – alles wird dort geplant. Erfahrungen lassen sich nicht 1:1 übertragen, aber sie geben Anhaltspunkte für gute Fragen im Gespräch mit dem Arzt.

Merksatz: Erfahrungsberichte ergänzen die Medizin. Sie entscheiden nicht anstelle der Medizin.1

Häufige Fragen aus der Community (FAQ)

Nein. Anjas Weg zeigt: Sport bleibt möglich, oft mit Anpassungen – z. B. mit Guide im Paratriathlon, geplantem Training, klarem Risikomanagement. Wichtig ist, die eigene Belastbarkeit realistisch zu prüfen und mit dem Behandlungsteam abzustimmen.1

Offenheit in dosierten Schritten hilft: sagen, was man braucht (z. B. Tandem, mehr Licht, klare Kontraste), und auch, was nicht hilft. Viele Menschen wollen unterstützen – sie brauchen konkrete Hinweise.1

Beide Berichte zeigen: Tiefs gehören dazu. Kleine Schritte, verlässliche Routinen, Menschen, die mitlaufen – das trägt. Und: professionelle Beratung (z. B. Reha-Beratung, Psychotherapie) in Anspruch zu nehmen, ist Stärke, keine Schwäche.1


Referenzen

1 Renner A. Paratriathlon & Leben mit Usher-Syndrom. Persönliche Website. www.anja-renner.com. Letzter Abruf: Dezember 2025.


Nachteilsausgleich im Job und im Studien: Frau recherchiert am Laptop

Studium & Job: So klappt Nachteilsausgleich

Lesedauer ca. 4 Min. 1. Dezember 2025

Studium & Beruf: Nachteilsausgleich pragmatisch nutzen

Alltag & Erfahrungsberichte Therapie & Anwendung
Nachteilsausgleich im Job und im Studien: Frau recherchiert am Laptop

Was Nachteilsausgleich bedeutet – in der Praxis

Nachteilsausgleich schafft faire Bedingungen, ohne Anforderungen zu senken. Ziel ist, behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen – z. B. durch Zeit, Formate oder Tools.

Typische Maßnahmen (Beispiele)

  • Studium: verlängerte Prüfungszeit, barrierefreie Materialien (große Schrift, hohe Kontraste), alternative Prüfungsformate, Sitzplatz/Beleuchtung anpassen.
  • Arbeitsplatz: Screenreader/Vergrößerung, Task-Sharing bei visuellen Spitzenlasten, klare Wegeführung und Beleuchtung, visuelle Infos zusätzlich auditiv.
  • Terminplanung: Fokuszeiten, weniger Wechsel zwischen starkem Licht/Schatten, strukturierte Meetings (Agenda, Protokoll).

So bereiten Sie den Antrag auf Nachteilsausgleich vor

  1. Bedarf begründen: konkrete Situationen beschreiben (Blendung, Kontrast, Gesichtsfeld)
  2. Nachweise sammeln: ärztliche Bescheinigung, ggf. Gutachten (ohne intime Details)
  3. Vorschläge machen: „Was brauche ich wofür?“ – knapp, lösungsorientiert
  4. Zeitplan setzen: Fristen checken, Zwischenschritte festlegen (Testphase, Review)

Gesprächsleitfaden für Hochschule/Arbeitgeber

  • Ziel eröffnen: „Ich möchte Anforderungen erfüllen – dafür brauche ich …“
  • Konkretion: 2–3 Maßnahmen mit Begründung; auf Umsetzbarkeit achten
  • Evaluation: nach 4–8 Wochen kurz prüfen, ggf. anpassen
  • Dokumentation: Vereinbarungen schriftlich festhalten

Hilfsmittel & Alltagstricks

  • Digital: Vergrößerung, Vorlesefunktion, kontrastreiche Oberflächen
  • Analog: Lampen mit gerichteter Beleuchtung, Markierungen, Antireflexfilter
  • Selbstmanagement: Pausen, Reizreduktion, klare Abläufe

Hinweis
Rechtsgrundlagen und Verfahren unterscheiden sich je nach Institution/Land. Dieser Beitrag bietet praxisnahe Orientierung – keine Rechtsberatung.


Erfahrungsbericht OkuStim– Flugzeug über den Wolken

Alles außer Fliegen

Lesedauer ca. 4 Min. 1. Dezember 2025

Alles außer Fliegen – und das möglichst lange

Anwenderporträts
Erfahrungsbericht OkuStim– Flugzeug über den Wolken

Bis es eine ursächliche Heilmethode, etwa durch Gentherapie gibt, setzt Reinhard John in der Behandlung seiner Retinitis pigmentosa auf die TES. Das Fliegen kann sie dem ehemaligen Piloten zwar nicht zurückgeben, aber den jetzigen Stand einfrieren, hofft er.

Frühe Diagnose und schubweises Fortschreiten

Berufspiloten müssen im Rahmen ihrer turnusmäßigen Tests auf Flugtauglichkeit stets auch eine Augenuntersuchung machen lassen. Im Juni 1999 wurden dabei beim Polizisten und Hubschrauberpiloten Reinhard John Ausfälle im Gesichtsfeld festgestellt. Nachdem sich der anfängliche Verdacht auf einen Gehirntumor glücklicherweise nicht bestätigte, wurde in der Tübinger Augenklinik Retinitis pigmentosa diagnostiziert. 2000 bekam John vom Luftfahrtbundesamt den endgültigen Bescheid, dass er nicht mehr flugtauglich erklärt wird. Seinen Herzenswunsch, die Fliegerei, musste er damit aufgeben. „Ich bin grundsätzlich ein positiver Mensch. Damals bin ich jedoch durch viele Höhen und Tiefen gegangen. „Da ich die ersten zehn Jahre praktisch nichts von der Erkrankung gemerkt habe, konnte ich wenigstens im Dienst bleiben und zwar als Flugbetriebsleiter“, sagt John, der dann regulär mit 60 in Pension ging.

Jahrelang blieben bei Kontrolluntersuchungen seine Werte stabil. Ab etwa 2010 schritt die Erkrankung dann schubweise voran. „Ich hatte eine Art Bogen im Gesichtsfeld, der sich nach und nach schloss“, beschreibt es John. Spürbar wurden die Einschränkungen zum Beispiel beim Sport. John ist ein passionierter Ball-Sportler und zudem als Übungsleiter im Gesundheitssport aktiv. John weiß sich bei seinen Hobbies selbst zu helfen und nimmt es – nun ja, sportlich: „Vieles kann ich ausgleichen und mache zum Beispiel mehr Augenbewegungen, um dem Ball zu folgen. Zu schaffen macht mir die krankheitsbedingte Blendempfindlichkeit im Sommer im Freien. Dann verliere ich auch mal ein Tennisspiel. Aber dann sage ich mir eben, dass es nicht an fehlendem Können liegt, sondern an der Erkrankung, für die ich nichts kann. Ich bin insgesamt sehr dankbar, dass ich heute überhaupt noch spielen kann“, betont John.

Lebensqualität im Beruf und Privatem erhalten

Ersten Kontakt mit der TES hatte er durch die Teilnahme an einer Studie der Augenklinik Tübingen. Subjektiv konnte er nach einem Jahr Stimulation eines Auges keinen Unterschied zwischen beiden Augen ausmachen. Dennoch: als John bei einer Informationsveranstaltung 2016 erfuhr, dass die TES als Behandlung angeboten wird, entschied er sich dafür. „Ich hatte mich informiert und es war klar, dass es in absehbarer Zeit keine Heilung etwa in Form einer Gentherapie geben wird. Bis es so weit ist, werde ich deshalb die TES anwenden“, sagt John. Im August 2017 hat er mit der Stimulation begonnen. „Meiner Empfindung nach schreitet die Erkrankung weiter voran. Bei der letzten Untersuchung in der Augenklinik im Juni 2020 wurde die Situation jedoch als stabil bewertet. Wenn sich der Zustand so einfrieren lässt, bin ich schon zufrieden“, so John weiter.

Was die Anwendung angeht, zieht John die Morgen- den Abendstunden vor. „Es klappt dann besser, weil die Augen ausgeruht sind und es läuft dann auch besser durch.“ Im Großen und Ganzen kommt er mit der Handhabung klar, findet jedoch Unterstützung durch eine andere Person wichtig: „Allein schon, damit die Elektroden gut anliegen.“


Erfahrungsbericht OkuStim – Ines Wolf

Lebensqualität erhalten

Lesedauer ca. 4 Min. 1. Dezember 2025

Retinitis pigmentosa: Lebensqualität erhalten ist die Devise

Anwenderporträts
Erfahrungsbericht OkuStim – Ines Wolf

Aktiv sein gegen die alltäglichen Einschränkungen und beim Ausbremsen der Krankheit – das ist für Ines Wolf seit jungen Jahren der richtige Weg, mit der Krankheit umzugehen.

Diagnose Retinitis pigmentosa

Ines Wolf war 13 Jahre alt, als bei ihr Retinitis pigmentosa diagnostiziert wurde. „Damals und noch bis vor drei, vier Jahren habe ich keine bewussten Veränderungen wahrgenommen, vielleicht auch weil sich die Krankheit bei mir so schleichend entwickelt. Die ersten Einschränkungen zeigten sich dann ganz klassisch dadurch, dass ich im Dunkeln immer schlechter sah. Dann kam es auch zu immer größeren Gesichtsfeldausfällen“, sagt die heute 27-Jährige. Sie war mitten im Biologiestudium und hatte in Tübingen bereits an einer klinischen TES-Studie teilgenommen, als sie vor der Frage stand, wie es weitergehen soll.

„In der Studie war ich sehr gut mit der Anwendung der TES klargekommen und durch mein Studium hatte ich einen recht guten Einblick in die Hintergründe der Behandlung. Deshalb wollte ich diese auch unbedingt weiterführen“, sagt Ines Wolf. Inzwischen hat sie einen Bachelor-Abschluss in Biologie und studiert Medizin. „Es gab ein paar längere Reisen, auch mal einen Auslandsaufenthalt in Australien und Stressphasen im Studium, bei denen ich die Behandlung ausgesetzt habe“, räumt die angehende Ärztin ein. Davon abgesehen wendet sie die TES seit sieben Jahren an.

„Schwimmen, klettern, Volleyball spielen – ich bin so froh, dass ich das alles noch kann und möchte mir diese Lebensqualität so lange wie möglich erhalten. Deshalb bleibe ich bei der TES.“

Ines Wolf, Betroffene

Einmal in der Woche wendet sie die TES für 30 Minuten an. „Die Brille muss natürlich gut eingestellt sein, das muss auch mal korrigiert werden. Alles andere klappt super easy. Wenn es durchläuft, ist es eine entspannte Sache. Ich liege meistens und mache autogenes Training in der Zeit, telefoniere übers Headset oder lasse ein Hörbuch laufen. Es ist mir auch schon passiert, dass ich während der Stimulation eingeschlafen bin und erst durch das Abschlusspiepsen wieder aufgewacht bin.“

Den Alltag mit RP meistern

Ines Wolf ist ihre Erkrankung stets präsent, aber sie hat für sich einen pragmatischen Weg gefunden, damit umzugehen: „Grundsätzlich finde ich es schwieriger, mit etwas aufhören zu müssen, das man gewohnt ist, als es von vornherein sein zu lassen. Deshalb habe ich den Führerschein gar nicht erst gemacht. Mit dem Radfahren musste ich leider vor sechs Jahren aufhören.“ Seit ihr Freund ihr jedoch ein Tandem geschenkt hat, kann sie wieder auf zwei Rädern unterwegs sein. Wenn das eine nicht (mehr) geht, geht vielleicht etwas anderes – diese Einstellung prägt Ines Wolfs Weg. Beruflich sind ihr manche Fachrichtungen wie die Chirurgie zwar verschlossen, aber als Praktische Ärztin, zum Beispiel in einer Gemeinschaftspraxis, kann sie sich ihre berufliche Zukunft vorstellen. „Ich bin zuversichtlich, dass das klappt, bin aber auch offen für anderes. Schließlich hat man hat so viele Möglichkeiten mit einem Medizinstudium.“

Ines Wolf tut, was sie kann, um der fortschreitenden Erblindung etwas entgegenzusetzen. Und dazu gehört für sie die TES. „Für mich ist die Methode plausibel und sinnvoll. Und die bisherigen Studienergebnisse sind vielversprechend. Ich versteife mich nicht auf einen Stillstand, glaube jedoch, dass meine Erkrankung durch die Behandlung deutlich langsamer voranschreitet“, ist sie überzeugt. Ihr größter Wunsch: „Ich hoffe sehr, dass ich noch halbwegs gut sehen kann, wenn das Familien- und Kinderthema akut wird.“


Erfahrungsbericht OkuStim – Herr Haap

Chancen nutzen

Lesedauer ca. 4 Min. 1. Dezember 2025

Chancen nutzen – auch nach Jahrzehnten mit Retinopathia pigmentosa

Anwenderporträts
Erfahrungsbericht OkuStim – Herr Haap

Seit 40 Jahren lebt Herr Haap mit der Diagnose Retinopathia pigmentosa und macht das Beste daraus. Dazu gehören für den aufgeschlossenen 80-Jährigen neue Behandlungsmethoden wie die TES. Erste Effekte zeigen sich bereits.

„Man gewöhnt sich an die Einschränkungen und mir geht es doch noch gut, wenn ich an die vielen Menschen denke mit wirklich schlimmen Krankheiten“, sagt der 80-jährige.

Sinne schärfen

Über die Jahrzehnte hat er zudem gelernt, seine anderen Sinne umso mehr einzusetzen. Geländer werden ertastet, Treppenstufen gezählt und Haap hat sich in seiner Umgebung alles intensiv eingeprägt. „Das Wissen über die Gegebenheiten und Räumlichkeiten muss natürlich da sein. Ordnung ist sehr wichtig, damit ich weiß, wo die Dinge liegen. Dann komme ich ganz gut zurecht und kann zum Beispiel auch noch im Garten arbeiten.“ Und das, obwohl Haap inzwischen fast völlig erblindet ist. „Farbsehen ist schon lange nicht mehr möglich. Aber an einem Auge sehe ich in der oberen Hälfte noch eine kleine Insel, bei der ich hell und dunkel unterscheiden und dadurch Umrisse erkennen kann“, erzählt Haap.

Der Weg zur TES-Therapie

Der gelernte Bankkaufmann und spätere Programmierer konnte noch bis 1998 seinem Beruf beim Großrechenzentrum der Sparkasse nachgehen. „Mit etwa 35 habe ich erstmals gemerkt, dass mein Sehvermögen schlechter wurde, vor allem nachts, bei Nebel und im Regen“, erinnert sich Haap. Über die Jahrzehnte kam es dann zu einem recht typischen Verlauf: Haaps Gesichtsfeld grenzte sich immer weiter ein. „Damals konnte man das nur beobachten, jedoch nichts dagegen unternehmen. Immerhin konnte ich zwischen 2001 und 2009 bekannte Wege noch allein zu Fuß zurücklegen“, sagt Haap.

Über einen Zufall im privaten Umfeld erfuhr er Anfang 2017 von Netzhaut-Implantaten und der transkornealen Elektrostimulation. Bei einer Informationsveranstaltung, die von der Augenklinik in Tübingen organisiert wurde, konnte Haap sein Wissen weiter vertiefen und nahm direkt Kontakt mit den Referenten auf. „Ich wäre durchaus ein geeigneter Kandidat für ein Retina-Implantat gewesen. Nach ausführlichen Gesprächen an der Augenklinik entschied ich mich dann jedoch für die TES – auch weil dann beide Augen gleich behandelt werden können“.

Seit April 2019 wendet Haap das OkuStim®-System an, wobei er bei der Handhabung mit der Brille und den Elektroden von seinem Sohn unterstützt wird. „Natürlich kann mein Sohn auch nicht immer, aber dann und auch als ‚Urlaubsvertretung‘ hilft mir mein anderer Sohn“, erzählt Haap. Ganz wichtig für einen reibungslosen Ablauf ist es für ihn, bei der Anwendung mit geschlossenen Augen ruhig dazusitzen und auch nicht zu reden. Diese Empfehlung gibt er auch gerne als Botschaft anderen Anwendern weiter.

Jeder kleine Erfolg bringt Zuversicht

Was den Erfolg angeht, ist er aufgrund seiner Lebenseinstellung zuversichtlich: „Ich bin immer aufgeschlossen und ein Optimist. Solange da ein kleiner Erfolg sein kann, sollte man es meiner Meinung nach versuchen.“ Haap hat tatsächlich schon nach diesen rund anderthalb Behandlungsjahren eine Veränderung bemerkt: „Ich habe das Gefühl, es ist alles viel heller, seit ich stimuliere. Und nah vor dem Auge nehme ich wieder mehr wahr als zuvor. Ich kann zum Beispiel verstärkt Handbewegungen erkennen.“

Haap würde gerne mit weiteren Anwendern Erfahrungen austauschen und freut sich, wenn jemand Interesse daran hat. Die Kontaktvermittlung übernimmt gerne Okuvision.

„Man gewöhnt sich an die Einschränkungen und mir geht es doch noch gut, wenn ich an die vielen Menschen denke mit wirklich schlimmen Krankheiten.“

Herr Haap, Betroffener

Sinne schärfen

Über die Jahrzehnte hat er zudem gelernt, seine anderen Sinne umso mehr einzusetzen. Geländer werden ertastet, Treppenstufen gezählt und Haap hat sich in seiner Umgebung alles intensiv eingeprägt. „Das Wissen über die Gegebenheiten und Räumlichkeiten muss natürlich da sein. Ordnung ist sehr wichtig, damit ich weiß, wo die Dinge liegen. Dann komme ich ganz gut zurecht und kann zum Beispiel auch noch im Garten arbeiten.“ Und das, obwohl Haap inzwischen fast völlig erblindet ist. „Farbsehen ist schon lange nicht mehr möglich. Aber an einem Auge sehe ich in der oberen Hälfte noch eine kleine Insel, bei der ich hell und dunkel unterscheiden und dadurch Umrisse erkennen kann“, erzählt Haap.

Der Weg zur TES-Therapie

Der gelernte Bankkaufmann und spätere Programmierer konnte noch bis 1998 seinem Beruf beim Großrechenzentrum der Sparkasse nachgehen. „Mit etwa 35 habe ich erstmals gemerkt, dass mein Sehvermögen schlechter wurde, vor allem Nachts, bei Nebel und im Regen“, erinnert sich Haap. Über die Jahrzehnte kam es dann zu einem recht typischen Verlauf: Haaps Gesichtsfeld grenzte sich immer weiter ein. „Damals konnte man das nur beobachten, jedoch nichts dagegen unternehmen. Immerhin konnte ich zwischen 2001 und 2009 bekannte Wege noch allein zu Fuß zurücklegen“, sagt Haap.

Über einen Zufall im privaten Umfeld erfuhr er Anfang 2017 von Netzhaut-Implantaten und der transkornealen Elektrostimulation. Bei einer Informationsveranstaltung, die von der Augenklinik in Tübingen organisiert wurde, konnte Haap sein Wissen weiter vertiefen und nahm direkt Kontakt mit den Referenten auf. „Ich wäre durchaus ein geeigneter Kandidat für ein Retina-Implantat gewesen. Nach ausführlichen Gesprächen an der Augenklinik entschied ich mich dann jedoch für die TES – auch, weil dann beide Augen gleich behandelt werden können“.

Seit April 2019 wendet Haap das OkuStim-System an, wobei er bei der Handhabung mit der Brille und den Elektroden von seinem Sohn unterstützt wird. „Natürlich kann mein Sohn auch nicht immer, aber dann und auch als ‚Urlaubsvertretung‘ hilft mir mein anderer Sohn“, erzählt Haap. Ganz wichtig für einen reibungslosen Ablauf ist es für ihn, bei der Anwendung mit geschlossenen Augen ruhig da zu sitzen und auch nicht zu reden. Diese Empfehlung gibt er auch gerne als Botschaft anderen Anwendern weiter.

Jeder kleine Erfolg bringt Zuversicht

Was den Erfolg angeht, ist er aufgrund seiner Lebenseinstellung zuversichtlich: „Ich bin immer aufgeschlossen und ein Optimist. Solange da ein kleiner Erfolg sein kann, sollte man es meiner Meinung nach versuchen.“ Haap hat tatsächlich schon nach diesen rund anderthalb Behandlungs-Jahren eine Veränderung bemerkt: „Ich habe das Gefühl, es ist alles viel heller, seit ich stimuliere. Und nah vor dem Auge nehme ich wieder mehr wahr als zuvor. Ich kann zum Beispiel verstärkt Handbewegungen erkennen.“

Haap würde gerne mit weiteren Anwendern Erfahrungen austauschen und freut sich, wenn jemand Interesse daran hat. Die Kontaktvermittlung übernimmt gerne Okuvision.


Erfahrungsbericht mit OkuStim®: Caterina Carucci

Aus Erfahrung kämpferisch

Lesedauer ca. 4 Min. 1. Dezember 2025

Aus Erfahrung kämpferisch

Anwenderporträts
Erfahrungsbericht mit OkuStim®: Caterina Carucci

Caterina Carucci musste ihr Leben durch Retinitis pigmentosa deutlich umkrempeln. Mit viel innerer Kraft und Kämpferwillen geht sie heute mit der Krankheit um und bietet ihr seit drei Jahren mithilfe der TES die Stirn.

RP-Symptome mit Mitte 20

Caterina Carucci stand mit eigenem Frisörsalon, fünf Angestellten, mit Lebenspartner und sechsjährigem Sohn mitten im Leben, als sie mit Mitte zwanzig die ersten Augenprobleme bemerkte. Caterina Carucci erinnert sich noch genau: „Es war an einem Polterabend im Juli 1997. Eigentlich hat sich jeder in dem dunklen Wald zurechtgefunden, nur ich nicht. Daraufhin ging ich zum Augenarzt und der hat sofort Retinitis pigmentosa diagnostiziert. Das war erst mal ein gewaltiger Schock. Ich wollte es zunächst auch nicht wahrhaben, schließlich sah ich doch jedes einzelne Haar.“ Im Nachhinein erklärte die Diagnose jedoch einiges. „Ich war schon immer eine sehr umtriebige Person, alles ging bei mir schnell-schnell. Ich dachte, es liegt daran, dass ich häufig Dinge hinunterwarf. Ich wusste ja nicht, dass mein Gesichtsfeld eingeschränkt ist.“

Nach der Diagnose hat sich die Erkrankung dann schleichend weiterentwickelt, wobei ihr Sehvermögen erhalten blieb. Auch heute braucht Carucci zum Beispiel noch keine Lesebrille. Ihr Gesichtsfeld wurde jedoch immer kleiner, zum Tunnel, wie sie sagt. Ihren Frisörsalon musste sie 1999 aufgeben und auch Inlinern und Radfahren gingen irgendwann nicht mehr. Dennoch ließ sie sich nicht unterkriegen und hat sich den Status der Erwerbsunfähigkeit und den Schwerbehindertenausweis erkämpft. „Bei allen Nachteilen durch die Krankheit hat man dann auch ein paar Vorteile, aber für diese muss man auch kämpfen“, bekräftigt sie.

"Sonntag morgens 9 Uhr ist meine Zeit dafür. Anfangs hat mir mein Mann immer geholfen, inzwischen lege ich das Gerät und die Elektroden selbst an."

Caterina Carucci, Betroffene

PRO RETINA e. V. als Anlaufstelle

Das galt und gilt für sie auch an der Wissensfront. Über PRO RETINA Deutschland e. V., einer Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen, erfuhr Carucci von der Spezialsprechstunde für Retinitis-pigmentosa-Patienten an der Augenklinik Tübingen. Hier hörte sie zum ersten Mal von der TES und schöpfte Hoffnung, eine weitere Verschlechterung vielleicht aufhalten zu können. Bevor sie mit der Behandlung starten konnte, galt es jedoch wieder einmal Hürden zu überwinden. Carucci hatte nicht die finanziellen Möglichkeiten, das Gerät und die Elektroden aus eigener Tasche zu bezahlen und ihre Krankenkasse verweigerte zunächst die Kostenübernahme, da die TES (noch) nicht zur Regelversorgung gehört. „Ich bin schließlich vor Gericht gegangen. Es hat dann alles in allem noch zwei Jahre gedauert, bis die Krankenkasse tatsächlich bezahlt hat“, sagt Carucci.

Inzwischen wendet sie die TES seit drei Jahren wöchentlich jeweils eine halbe Stunde lang an. „Sonntag morgens 9 Uhr ist meine Zeit dafür. Anfangs hat mir mein Mann immer geholfen, inzwischen lege ich das Gerät und die Elektroden selbst an. Vorher trinke ich etwas und nehme Augentropfen, um ein Brennen zu vermeiden. Seit ich dies tue, merke ich kaum noch etwas“, sagt Carucci. Mit dem OkuStim®-System kommt sie nach ersten Schwierigkeiten mit einzelnen Elektroden heute gut klar.

Austauschen zwischen Betroffenen stärken

Ihre Erfahrungen sowohl mit der Erkrankung als auch mit der TES gibt Caterina Carucci gerne an andere Patienten weiter, sei es auf Seminaren oder in Privatgesprächen. „Ich habe das Gefühl, die Krankheit schreitet durch die Behandlung langsamer voran und seelisch-moralisch hilft sie auf jeden Fall. Die Werte der Kontrolluntersuchungen zeigen zudem einen Stillstand an. Also ja, ich empfehle sie weiter.“ Und Carucci hat noch einen weiteren Rat für andere Betroffene: „Ich habe in einem Kurs das Gehen mit dem Stock gelernt und empfehle das auch anderen, und zwar am besten, solange sie noch halbwegs gut sehen können.“


Reisen mit RP: Sicher unterwegs

Reisen mit RP: Sicher unterwegs

Lesedauer ca. 4 Min. 1. Oktober 2025

Reisen mit RP: Sicher unterwegs – Schritt für Schritt

Alltag & Erfahrungsberichte
Reisen mit RP: Sicher unterwegs

Warum dieser Guide?

Reisen mit Retinitis pigmentosa ist machbar, wenn die Vorbereitung stimmt. Mit einigen durchdachten Entscheidungen vorab – und klaren Absprachen unterwegs – reduzieren Sie Stress, behalten die Orientierung und kommen entspannter an. Dieser Beitrag führt chronologisch von Routenwahl und Assistenz über Sicherheitskontrolle bis zur TES-Routine mit OkuStim® auf Reisen.

Planung: Route, Zeitfenster, Licht

Je weniger Umstiege, desto berechenbarer wird die Reise. Planen Sie großzügige Puffer, damit Sie Schilder in Ruhe lesen, Wege finden und Assistenz treffen können. Achten Sie – wenn möglich – auf Tageszeiten mit angenehmerem Licht; Mittagsblendung unter Glasdächern oder Dämmerung mit schwachen Kontrasten erhöhen die Anstrengung. Ein kurzer Blick in die Kartenansicht hilft, Eingänge, Aufzüge und Servicepoints vorab zu verorten.

Merkliste Planung (kurz):

  •   Direkte Verbindung bevorzugen, Puffer einbauen
  •   Lichtfenster prüfen (weniger Blendung)
  • Ankunftsweg festhalten (2–3 Landmarken als Foto/Notiz)

Assistenz & Services früh buchen

Am Flughafen begleitet Sie die Assistenz vom Eingang oder Check-in bis zum Sitzplatz; bei Umstiegen geht es am Gate weiter. Auch Bahn/ÖPNV bieten Begleitservices. Melden Sie Ihren Bedarf früh an und beschreiben Sie ihn konkret.

Daran denken bei der Anfrage:

  • Buchungsnummer, Datum, Strecke
  • Treffpunkt (Eingang/Check-in), Ziel (Gate/Sitzplatz)
  • Bedarf: Begleitung durch Sicherheitskontrolle, Gate-zu-Gate beim Umstieg

Orientierung am Bahnhof/Flughafen

Setzen Sie konsequent auf starke Kontraste bei Schildern, Bodenmarkierungen und Geländern. Geräusche (Durchsagen, Rolltreppen, Menschenfluss) helfen als Leitspur. Halten Sie Knotenpunkte als Foto oder Sprachnotiz fest („rechts Kiosk, links Aufzug“). Fehlt eine Markierung wegen einer Baustelle, steuern Sie einen Servicepoint oder das Gate-Personal an.

Schnelltipps vor Ort:

  • Kontraste > Piktogramme
  • Geräusche als Leitspur nutzen
  • Landmarken dokumentieren (Foto/Audio)

Dokumente, Medikation & Geräte – inklusive OkuStim®

Bewahren Sie Unterlagen doppelt auf: digital am Smartphone und gedruckt im Etui. Medikamente und Verbrauchsmaterialien packen Sie für die gesamte Reisedauer plus Reserve ein. Das OkuStim®-System gehört ins Handgepäck (Basisgerät, Elektroden, Ladegerät/Adapter).

Mitnehmen lohnt sich:

  • Tickets, Assistenzbestätigung, Adressen (digital + gedruckt)
  • Medikation, OkuStim® + Zubehör, kleine Reserve
  • Kurznotiz für Security: „Nicht implantiertes Medizinprodukt; Heimanwendung; ausgeschaltet unproblematisch“

Sicherheitskontrolle ohne Stress

Kommen Sie früh genug und sagen Sie proaktiv, dass Sie eine Sehbehinderung haben und ein medizinisches Gerät mitführen. Meist genügt das für eine ruhigere Abfolge oder manuelle Prüfung. Flüssigkeiten/Tropfen bitte nach den üblichen Regeln verpacken; bei Abweichungen kurz den medizinischen Zweck nennen.
Tipp: Gerät und Hinweiszettel griffbereit oben ins Handgepäck legen – das spart Suchen.

Unterwegs: Energie, Pausen, Kommunikation

Wechselnde Lichtbedingungen und dichte Menschenmengen sind anstrengend. Wählen Sie – wenn möglich – Plätze mit gleichmäßigerem Licht und reduzieren Sie Blendung (Filter/Sonnenbrille, Kappe). Kurze Pausen in ruhigeren Bereichen geben Auge und Kopf Zeit, „nachzukommen“. Vereinbaren Sie mit Ihrer Begleitperson oder Assistenz klare Treffpunkte und Zeiten.

Wenn es anstrengend wird:

  • Sitzplatz/Licht anpassen
  • 2-Minuten-Pause einlegen
  • Standort/nächstes Ziel laut bestätigen

Ankunft & Hotel

Check-in bei Tageslicht erleichtert die Orientierung. Fotografieren Sie Wege zwischen Eingang, Rezeption, Aufzug und Zimmer. Eine gleichmäßige Zimmerbeleuchtung und eine farblich kontrastierende Unterlage für Kleinteile (z. B. Ladegerät) verhindern Sucherei.

Schnell orientieren:

  • Zwei Fotos: Eingang ↔ Rezeption, Rezeption ↔ Aufzug
  • Lampen so stellen, dass harte Schatten vermieden werden

TES-Routine mit OkuStim® auf Reisen

Legen Sie vorab ein fixes Zeitfenster fest (z. B. abends im Hotel) und nutzen Sie einen ruhigen, gut beleuchteten Platz. Bereiten Sie alles vor dem Start vor. Für längere Reisen planen Sie Verbrauchsmaterialien großzügig ein.

So klappt’s zuverlässig:

  • Fester Wochentermin, ruhiger Ort, gute Beleuchtung
  • Material vorab bereitlegen
  • Bei Unsicherheiten: vor der Reise kurz Rücksprache halten

Rückweg & Nachbereitung

Nach der Reise lohnt ein 2-Minuten-Review: Was hat gut funktioniert? Wo war es herausfordernd und warum? Diese Stichpunkte sind Gold wert für die nächste Planung – und für das nächste Arztgespräch, wenn es um Alltagssituationen oder Anpassungen geht.


RP & mentale Gesundheit

RP & mentale Gesundheit

Lesedauer ca. 3 Min. 1. September 2025

Retinitis pigmentosa und mentale Gesundheit: was hilft

Alltag & Erfahrungsberichte
RP & mentale Gesundheit

Warum RP die Psyche belastet

Retinitis pigmentosa (RP) betrifft nicht „nur“ die Augen, sondern alle Lebensbereiche – von Arbeit über Mobilität bis Beziehungen. Studien beschreiben einen hohen psychosozialen Impact, u. a. weil RP meist früh beginnt, langsam fortschreitet und nicht heilbar ist. Deshalb gehören psychosoziale Bewältigungsstrategien, Aufklärung und der Erhalt von Selbstständigkeit von Beginn an zur Versorgung.1

In einer Umfrage gaben 92 % der Betroffenen an, dass RP ihre mentale Gesundheit beeinflusst.1

Häufige Gefühle & Symptome – und wie Sie sie einordnen

Am Anfang dominieren oft Schock, Angst, Verunsicherung. Später kann die Einengung des Gesichtsfelds den Alltag spürbar einschränken: Dinge wie Lesen, Wege finden, Sport oder Autofahren werden anstrengender – das korreliert in Studien mit niedrigerer Lebensqualität, mehr Angst und depressiver Stimmung.1

Auch unabhängig von RP zeigen Untersuchungen zu Sehbehinderung: Weniger Sehfunktion geht häufig mit mehr depressiven Symptomen und Angstgefühlen einher.2

Wichtig: Gefühle sind verständlich – und beeinflussbar. Schreiben Sie Ihre größten Hürden (z. B. Blendung, Dämmerung, Orientierung) auf. Genau dort setzt Hilfe an: Technik, Training, Umfeld.1

Charles-Bonnet-Syndrom: beunruhigend, aber erklärbar

Bei ausgeprägtem Sehverlust können bildhafte Halluzinationen auftreten (Charles-Bonnet-Syndrom) – bis zu 1 von 3 Erwachsenen mit fortgeschrittener RP berichten davon. Das hat nichts mit „verrückt sein“ zu tun, sondern mit Sinnesdeprivation. Sprechen Sie es offen in der Sprechstunde an – Scham hält unnötig von Hilfe ab.1

Was Studien empfehlen: Aufklärung, Struktur, Support

Aufklärung & Beratung. Ärztliche Teams sollen die psychologischen Aspekte aktiv adressieren, unterstützende Angebote erklären und – wenn nötig – an Hausärzte/Beratung verweisen. Regelmäßige Kontrollen (i. d. R. alle 1–2 Jahre) machen den Verlauf planbar und geben Sicherheit.1

Peer-Support. Der Kontakt zu Selbsthilfegruppen verbessert Coping, Funktion und Autonomie – und entlastet das Umfeld.1

Reha & Low Vision. Vergrößerung, Kantenfilter, Beleuchtung, Orientierung & Mobilität, Screenreader – als strukturierte Reha gedacht, nicht „Zufallsfunde“. Das steigert Handlungsspielraum und senkt Stress.1

Familie einbeziehen. Angehörige lernen, Warnzeichen von Depression zu erkennen und konstruktiv zu reagieren.1

Perspektive durch Funktionserhalt – kurz zu TES (OkuStim®)

Viele Belastungen entstehen, wenn Funktion verloren geht. Daher ist Funktionserhalt ein zentrales Ziel: Studien zur transkornealen Elektrostimulation (TES) deuten darauf, dass der Gesichtsfeldverlust bei RP verlangsamt werden kann.3

Das Team schlussfolgert: Halbiert sich der jährliche Verlust, verdoppelt sich rechnerisch die „Halbwertszeit“ des nutzbaren Gesichtsfelds – mit Potenzial, die Lebensqualität dauerhaft zu verbessern.3

Wichtig: TES heilt RP nicht. Ob TES für Sie sinnvoll ist, klärt die Eignungsprüfung (Ziele, Dosis, Verlaufskontrollen). Details auf unserer TES-Seite.

Toolbox für den Alltag: 10 konkrete Strategien

  1. Routinen aufbauen (feste Kontroll- & Trainingszeiten). Wiederholbarkeit reduziert Stress1
  2. Licht & Kontrast optimieren (zu Hause/Job)1
  3. Kantenfilter/Vergrößerung/Screenreader testen – professionell anpassen lassen1
  4. Orientierung & Mobilität trainieren (weißer Stock, Wege-Training)
  5. Energie-Management: Termine takten, Pausen ernst nehmen1
  6. Offen kommunizieren (Team, Familie): „Was brauche ich konkret?“
  7. Peer-Support nutzen: Austausch entlastet und liefert Alltagstricks1
  8. Bewegung (angepasst): wirkt stimmungsstabilisierend – und stärkt Selbstwirksamkeit1
  9. Digitale Helfer (Apps, Sprachausgabe, Navigation) ins Standard-Set aufnehmen1
  10. Therapieoptionen mit dem Team prüfen (z. B. TES) – Funktionserhalt stützt auch die Psyche3

Für Angehörige: gut helfen, ohne zu überfordern

  • Zuhören, nicht verbessern. Erst fragen, dann helfen.1
  • Gemeinsame Regeln für Licht/Ordnung/Wege – Sicherheit schafft Ruhe1
  • Depressionsanzeichen kennen (Rückzug, Antriebsmangel, Schlafstörung) und ansprechen – ggf. Hilfe organisieren1

Wann professionelle Hilfe wichtig ist

Suchen Sie ärztliche/psychologische Unterstützung, wenn

  • Angst/Trauer anhaltend sind,
  • Alltag/Job nicht mehr funktionieren,
  • Halluzinationen Sie beunruhigen (Charles-Bonnet-Syndrom).1–2

Ihr Augenarzt soll psychologische Aspekte aktiv mitdenken und bei Bedarf weitervermitteln.1


Referenzen

1 Cross N et al. Retinitis Pigmentosa: Burden of Disease and Current Unmet Needs. Clin Ophthalmol. 2022;16:1993–2010.

2 Okuvision GmbH. Whitepaper für Fachkreise: Transcorneal Electrical Stimulation Therapy. Mai 2024. (Nachweis zu Zusammenhang Low-Vision ↔ Depression/Angst, inkl. Literaturverweisen.)

3 Stett A et al. Transcorneal Electrical Stimulation Dose-Dependently Slows the Visual Field Loss in RP. TVST. 2023;12:29. (Dosis-Wirkung; potenzieller Beitrag zum Funktionserhalt & Lebensqualität.)


EUTB®: Kostenlose Beratung zur OkuStim®-Erstattung

EUTB®: Kostenlose Teilhabeberatung

Lesedauer ca. 2 Min. 15. Juli 2025

EUTB® – das kostenlose Beratungsangebot auch zur Kostenerstattung der OkuStim®-Therapie

Alltag & Erfahrungsberichte Therapie & Anwendung
EUTB®: Kostenlose Beratung zur OkuStim®-Erstattung

Die EUTB® unterstützt und berät alle Menschen mit einer Behinderung zu Fragen der Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion. Mögliche Beratungsthemen sind: Antragstellung, Umgang mit Behörden, Beratung in Krisen und viele weitere Themen.

Was macht die EUTB®?

Die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung unterstützt und berät alle Menschen mit einer Behinderung, von Behinderung bedrohte, chronisch Kranke sowie Angehörige und Interessierte zu allen Fragen der Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion kostenlos, unabhängig und individuell. Ganz konkret steht sie Ihnen auch beim Kostenübernahmeantrag für die OkuStim®-Therapie zur Seite.

Wie berät die EUTB®?

Im Vorfeld der Beantragung von Leistungen.
Unabhängig von Trägern, die Leistungen bezahlen oder erbringen.
Ergänzend zu Beratungen anderer Stellen.
Begleitend während des gesamten Prozesses
An diversen Standorten in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.
Stets kostenlos, unabhängig und individuell.

Kontakt zur EUTB®?

Auf Deutsch oder Polnisch:

Persönliche Beratung
Telefonische Beratung, Tel.: 0228 227 217 20
Schriftliche Beratung, Mail: eutb@pro-retina.de
Beratung bei Ihnen Zuhause

Wo befinden sich die Beratungsstandorte der EUTB®?

EUTB® Beratungsstelle der PRO RETINA Deutschland e. V.
Kaiserstr. 1c
53113 Bonn
(Eingang: Hans-Iwand-Str.)

Außenstandorte

Universitäts-Augenklinik Bonn
Ernst-Abbe-Str. 2
53127 Bonn
Gebäude 04, Raum: 213 (1. OG)
Offene Sprechzeiten:
Donnerstag 12–15 Uhr
Termine außerhalb dieser Sprechzeiten sind ebenfalls möglich. Vereinbaren Sie einen individuellen Termin unter Tel.: 0228 227 217 20 oder per Mail: eutb@pro-retina.de

Familienzentrum Vielinbusch
Oppelner Str. 130
53118 Bonn
Offene Sprechzeiten:
Jeden 2. Dienstag im Monat 9–11 Uhr
Termine außerhalb dieser Sprechzeiten sind ebenfalls möglich. Vereinbaren Sie einen individuellen Termin unter Tel.: 0228 227 217 20 oder per Mail: eutb@pro-retina.de

Gemeinde Swisttal
Rathausstr. 115 130
53913 Swisttal
Offene Sprechzeiten:
Jeden 1. und 3. Dienstag im Monat 9–11 Uhr
Termine außerhalb dieser Sprechzeiten sind ebenfalls möglich. Vereinbaren Sie einen individuellen Termin unter Tel.: 0228 227 217 20 oder per Mail: eutb@pro-retina.de


Drohende Erblindung ist eine notstandsähnliche Situation

Erstattung von OkuStim® bei RP rückwirkend

Lesedauer ca. 3 Min. 17. Juni 2025

Drohende Erblindung ist eine notstandsähnliche Situation

Therapie & Anwendung
Drohende Erblindung ist eine notstandsähnliche Situation

Ein aktuelles Gerichtsurteil des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen (LSG) ebnet den Weg für die rückwirkende Erstattung der OkuStim®-Therapie bei Retinitis pigmentosa (RP). Eine Patientin hatte geklagt, da ihre Krankenkasse die Kostenübernahme mit der Begründung ablehnte, dass nicht mit einer drohenden Erblindung gerechnet werde müsse und dass der therapeutische Nutzen der TES noch nicht vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) bewertet sei.

Retinitis pigmentosa: Krankenkasse muss rückwirkend Kosten für OkuStim®-Therapie übernehmen

Das LSG begründet seine Entscheidung auf Basis des nicht bestimmbaren konkreten Prognosezeitraums bei RP. Demnach stellt der nicht umkehrbare Verlust der Restsehkraft und die drohende Erblindung eine notstandsähnliche Situation dar, auch wenn der Zeitpunkt, zu dem der irreparable Schaden eintritt, nicht vorhersagbar ist. Die Erkrankung habe bei der Klägerin mit einer Einengung des Gesichtsfeldes auf 10 Grad ein Stadium erreicht, in dem ein weiteres Abwarten nicht mehr zumutbar wäre. Die transkorneale Elektrostimulation (TES) mit dem OkuStim®-System hätte für die Klägerin in einem späteren Stadium keinen medizinischen Nutzen mehr. Die Krankenkasse der Klägerin muss nun die Kosten für die Anschaffung des OkuStim®-Systems erstatten und ihre zukünftigen Therapiekosten übernehmen.

Die Klägerin hatte im Dezember 2017 bei ihrer Krankenkasse erfolglos einen Antrag auf Übernahme der Kosten für die OkuStim®-Therapie gestellt. Sie hatte damals noch ein Gesichtsfeld von 10 Grad und einen Visus von 0,8. Mittlerweile hatte die Klägerin auf eigene Kosten mit der OkuStim®-Therapie begonnen. Einer ärztlichen Stellungnahme folgend, stellte das Landessozialgericht in der Urteilsbegründung fest, dass sich bereits eine spürbare positive Einwirkung der TES auf den Krankheitsverlauf eingestellt habe.

Mit der OkuStim®-Therapie kann der fortschreitende Verlust des Gesichtsfeldes bei Retinitis pigmentosa verlangsamt werden. In einer laufenden, vom G-BA beauftragten Erprobungsstudie werden die Effektivität und der Langzeitnutzen der Therapie untersucht. Erst mit einer positiven Nutzenbewertung kann eine reguläre Übernahme der Therapiekosten durch die Krankenkassen erfolgen. Für Selbstzahler ist das CE-gekennzeichnete OkuStim®-System über klinische Kompetenzzentren in mehreren europäischen Ländern erhältlich.


RP: Mythencheck – was wirklich stimmt – Brille mit Regentropfen

RP: Mythencheck – was wirklich stimmt

Lesedauer ca. 4 Min. 12. Juni 2025

Mythen & Fakten zu Retinitis pigmentosa

Therapie & Anwendung Forschung & Evidenz
RP: Mythencheck – was wirklich stimmt – Brille mit Regentropfen

Viele Aussagen über Retinitis pigmentosa (RP) klingen beängstigend – sind aber nicht immer korrekt. In diesem Beitrag trennen wir Mythen von Fakten: Was stimmt wirklich, was ist überholt und wo lohnt es sich, genauer hinzuschauen?

„RP macht schnell blind.“

RP verläuft sehr individuell. Verlauf und Geschwindigkeit unterscheiden sich je nach Genetik und Ausgangsbefund. Regelmäßige Kontrollen helfen, Veränderungen früh zu erkennen und alltagsrelevante Anpassungen gezielt umzusetzen.

„Es gibt heute eine Heilung.“

Aktuell gilt RP als nicht heilbar. Die Forschung an Gentherapien, Zellersatz und Optogenetik macht Fortschritte, Therapien sind aber noch nicht breit verfügbar. Die Versorgung zielt daher auf Funktions- und Selbstständigkeitserhalt.

„Man kann nichts tun.“

Vieles ist aktiv gestaltbar: Beleuchtung, Kontraste, Orientierungshilfen, digitale Tools, Reha-Angebote, Peer-Support – und ggf. ärztlich verordnete TES zur Verlangsamung des Funktionsverlustes, wenn geeignet.

„TES heilt RP.“

TES (transkorneale Elektrostimulation) kann laut klinischen Daten den Rückgang des Gesichtsfelds verlangsamen; sie heilt RP jedoch nicht. Ziel ist es, Sehen länger zu erhalten. Die Therapieentscheidung gehört in die Fachpraxis. Lesen Sie mehr zur aktuellen Therapie- und Studienlage.

„Alle RP-Verläufe sind gleich.“

Es gibt viele Genvarianten und unterschiedliche Startalter, Begleiterkrankungen (z. B. Usher-Syndrom) und Alltagsanforderungen. Deshalb ist die Versorgung immer individuell.

Was Betroffene konkret tun können

  • Regelmäßig kontrollieren: Befunde verstehen und Verlauf dokumentieren
  • Alltag anpassen: Licht/Blendung steuern, Kontraste erhöhen, Orientierung trainieren
  • Versorgung nutzen: Reha, Hilfsmittel, Selbsthilfe – und bei Eignung Therapieoptionen wie TES besprechen
  • Netzwerk aktivieren: Familie, Schule/Arbeit, Verbände – Unterstützung einbinden


Arztgespräch vorbereiten: 10 Fragen, die wirklich weiterhelfen

Arztgespräch: 10 Fragen, die zählen

Lesedauer ca. 3 Min. 1. April 2025

Arztgespräch vorbereiten: 10 Fragen, die wirklich weiterhelfen

Therapie & Anwendung
Arztgespräch vorbereiten: 10 Fragen, die wirklich weiterhelfen

Warum Vorbereitung zählt

Ein strukturiertes Arztgespräch spart Zeit, reduziert Unsicherheiten und unterstützt gemeinsame Entscheidungen. Notieren Sie Ziele: Was möchten Sie heute klären (z. B. Verlauf, Alltag, Therapieoptionen)?

Die 10 Fragen – kompakt

  1. Wie ordnen Sie meinen aktuellen Befund (z. B. Perimetrie, OCT) im Verlauf ein?
  2. Welche Veränderungen sind seit dem letzten Termin objektiv messbar?
  3. Welche Warnzeichen sollte ich selbst beobachten – und ab wann melden?
  4. Welche Therapie-/Versorgungsoptionen kommen für mich infrage (z. B. TES mit OkuStim®)?
  5. Welchen Nutzen und welche Risiken sehe ich bei diesen Optionen?
  6. Was kann ich realistisch im Alltag verbessern (Licht, Kontrast, Orientierung, Hilfsmittel)?
  7. Welche Termine/Intervalle sind sinnvoll (Kontrollen, Anpassungen, Reha)?
  8. Welche Auswirkungen hat RP auf Arbeit/Studium – und welche Unterstützung gibt es?
  9. Welche Anlaufstellen empfehlen Sie (Selbsthilfe, Reha, Studienzentren)?
  10. Was ist der nächste konkrete Schritt – wer macht was bis wann?

Unterlagen & Selbstbeobachtung

  • Vorab senden: Vorbefunde, Medikation, ggf. Gentest-Berichte
  • Therapietagebuch: kurze Notizen zu Seheindruck, Blendung, Alltagssituationen
  • Fragezettel: 3 Hauptziele markieren – so geht nichts unter

Im Gespräch: verständlich klären, gemeinsam entscheiden

Bitten Sie aktiv um klare Sprache: Fachbegriffe kurz erklären lassen, Zusammenfassung am Ende

Entscheiden Sie gemeinsam: Ziele, Alternativen, nächste Schritte. Wenn etwas unklar bleibt, um eine schriftliche Empfehlung bitten.


Okuvision: Arztgespräch – Hände von Patienten und Arzt auf dem Tisch

Leitlinie 045/23: Elektrostimulation bei RP

Lesedauer ca. 2 Min. 7. Oktober 2024

Elektrostimulation als Therapieoption

Forschung & Evidenz Therapie & Anwendung Unternehmen & Netzwerk
Okuvision: Arztgespräch – Hände von Patienten und Arzt auf dem Tisch

Elektrostimulation als Therapieoption –
neue augenärztliche Leitlinie weist auf Elektrostimulation bei Retinitis pigmentosa hin

In der Novelle ihrer Leitlinie 25 (jetzt Leitlinie AWMF 045/23) für Erbliche Netzhaut-, Aderhaut- und Sehbahnerkrankungen weisen die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), die Retinologische Gesellschaft (RG) und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) auf die Elektrostimulation als Option zur Therapie bei Retinitis pigmentosa (RP) hin. Hierbei wird auch die im Mai begonnene Studie im Rahmen der Erprobungsrichtlinie des G-BA als möglicher Anwendungskontext genannt.

Durch die Überarbeitung der Leitlinie erhalten Augenärzte nun mit der Elektrostimulation bei RP und der Gentherapie bei LCA konkrete Handlungsoptionen zur symptomatischen Behandlung erblicher Netzhautdystrophien.

Den Leitlinientext finden Sie im Original als PDF zum Download:

– auf der Webseite der Retinologischen Gesellschaft
– auf der Webseite der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft

Erfahren Sie mehr über Wirksamkeit und Sicherheit der OkuStim®-Therapie

Zur TES-Studienlage


Die OkuStim® Therapie wurde für Patienten mit degenerativen Netzhauterkrankungen wie Retinitis pigmentosa entwickelt. Sie können damit ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Kern der Therapie ist das OkuStim®-System, mit dem Sie selbstständig und zu Hause Ihre Netzhaut mit schwachen elektrischen Strömen stimulieren.