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Die Geschichte von Okuvision

Von den Anfängen bis heute: Wie Okuvision die TES-Therapie mitentwickelt, klinisch etabliert und die Versorgung in Europa aufgebaut hat.

Okuvision Historie – Glaswand im Bürogebäude

Von der Idee zur Gründung

Die Okuvision GmbH ist angetreten, Menschen mit degenerativen Netzhauterkrankungen (u. a. RP, Zapfen-Stäbchen-Dystrophie, Usher-Syndrom, Choroideremie) eine Behandlungsoption nach dem neuesten Stand von Technik und Forschung zu bieten – mit dem klaren Ziel: „Sehen erhalten“.
Ende 2007 wurde Okuvision als Tochtergesellschaft der Retina Implant AG gegründet und ist heute eigenständig; Unternehmenssitz ist Kusterdingen. Die Elektrostimulation der Netzhaut (TES) wurde gemeinsam mit Experten der Augenklinik des Universitätsklinikums Tübingen entwickelt.

Warum dieser Ansatz? Weil er nicht invasiv ist, sich in den Alltag integrieren lässt und unter ärztlicher Kontrolle erfolgt. Von Beginn an stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich Sicherheit, Wirksamkeit und Benutzerfreundlichkeit in einem zu Hause anwendbaren System vereinen lassen. Prototypen, Anwender-Workshops und Rückmeldungen aus Kliniken ebneten den Weg zum ersten serienreifen System.

Technologische Meilensteine

Im Zentrum steht das OkuStim®-System, dessen Komponenten laufend weiterentwickelt werden. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse fließen stetig ein; zugleich pflegt Okuvision den intensiven Austausch mit Patienten, Optikern und Augenärzten, um Nutzen und Handhabung der Therapie im Alltag zu stärken.

Technologie ist für uns kein Selbstzweck: Wichtige Leitplanken sind einfache Bedienung, klare Rückmeldungen während der Sitzung (visuell/akustisch) und standardisierte Abläufe für die wöchentliche Anwendung. Ebenso zentral: robuste Materialien, nachvollziehbare Wartung und verbraucherfreundliche Versorgung mit Zubehör – damit die Therapie planbar, bezahlbar und sicher bleibt.

Klinische Evidenz undZulassungsschritte

Seit 2011 belegen mehrere Studien mit RP-Patienten Sicherheit und Wirksamkeit der Elektrostimulation; Folgestudien bestätigten die Ergebnisse. Die OkuStim®-Therapie ist als äußerlich anwendbare Therapie für RP auf Basis klinischer Studien zugelassen und verfügbar.
Für die Produktzulassung betreibt Okuvision ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem (QMS); das CE-Kennzeichen als Medizinprodukt der Klasse IIa wurde 2014 vergeben.

Warum braucht es so viel Aufwand? Degenerative Netzhauterkrankungen schreiten langsam und individuell voran. Wirksamkeit lässt sich deshalb nur anhand geeigneter Endpunkte und über längere Zeiträume zeigen – z. B. in der Gesichtsfeldentwicklung oder in patientenrelevanten Messgrößen. Parallel sichern Good-Clinical-Practice-Standards, Risikomanagement und Usability-Tests die Versorgung ab.

Heute und morgen: Versorgung ausbauen, Forschung vorantreiben

Okuvision versorgt in vielen Ländern Europas Patienten mit dem OkuStim®-System und erweitert sein Netzwerk qualifizierter Augenärzte, Kompetenzzentren und Optiker fortlaufend. Die Arbeit orientiert sich an Evidenz, Qualität und Service – mit verlässlichen Prozessen für Anfragen aus Patientenschaft, Ärzteschaft und Versorgungspartnern.

Was bedeutet das konkret?

  • Besser ankommen: aufbereitete Informationen für Betroffene und Angehörige – von der Diagnose bis zur Einweisung
  • Sicher anwenden: Einweisung durch Fachpersonal, individuelle Parameter und regelmäßige Kontrollen
  • Vernetzt bleiben: Austausch mit Patientenorganisationen, Kliniken und Versorgern, um die Versorgung regional und grenzüberschreitend zu stärken
  • Weiter denken: Zusammenarbeit mit Forschungspartnern zu Mechanismen, Dosisfragen und Versorgungsmodellen, damit die Therapie nachhaltig im Alltag wirkt

Meilensteine vonOkuvision

Okuvision hat bereits eine Reise hinter sich. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick.

2007

Ende 2007 – Gründung (Tochter der Retina Implant AG) – heute eigenständiges Unternehmen; Sitz: Kusterdingen.

2011

Ab 2011 – klinische Klinische Studien mit RP-Patienten belegen Wirksamkeit & Sicherheit; weitere Studien folgen.

2014

2014 – CE-Kennzeichen (Klasse IIa) für das OkuStim®-System im Rahmen eines zertifizierten QMS.

2025

2025 – Zulassung des OkuStim® 2.

Heute

Heute – europaweite Versorgung über ein wachsendes Netzwerk; kontinuierliche Weiterentwicklung der Komponenten.

Wissenswertes rund um Therapie,Forschung & Unternehmen

Die OkuStim® Therapie wurde für Patienten mit degenerativen Netzhauterkrankungen wie Retinitis pigmentosa entwickelt. Sie können damit ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Kern der Therapie ist das OkuStim®-System, mit dem Sie selbstständig und zu Hause Ihre Netzhaut mit schwachen elektrischen Strömen stimulieren.