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Lesedauer ca. 4 Min. 1. Dezember 2025

Studium & Beruf: Nachteilsausgleich pragmatisch nutzen

Therapie & Anwendung Alltag & Erfahrungsberichte
Nachteilsausgleich im Job und im Studien: Frau recherchiert am Laptop

Was Nachteilsausgleich bedeutet – in der Praxis

Nachteilsausgleich schafft faire Bedingungen, ohne Anforderungen zu senken. Ziel ist, behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen – z. B. durch Zeit, Formate oder Tools.

Typische Maßnahmen (Beispiele)

  • Studium: verlängerte Prüfungszeit, barrierefreie Materialien (große Schrift, hohe Kontraste), alternative Prüfungsformate, Sitzplatz/Beleuchtung anpassen.
  • Arbeitsplatz: Screenreader/Vergrößerung, Task-Sharing bei visuellen Spitzenlasten, klare Wegeführung und Beleuchtung, visuelle Infos zusätzlich auditiv.
  • Terminplanung: Fokuszeiten, weniger Wechsel zwischen starkem Licht/Schatten, strukturierte Meetings (Agenda, Protokoll).

So bereiten Sie den Antrag auf Nachteilsausgleich vor

  1. Bedarf begründen: konkrete Situationen beschreiben (Blendung, Kontrast, Gesichtsfeld)
  2. Nachweise sammeln: ärztliche Bescheinigung, ggf. Gutachten (ohne intime Details)
  3. Vorschläge machen: „Was brauche ich wofür?“ – knapp, lösungsorientiert
  4. Zeitplan setzen: Fristen checken, Zwischenschritte festlegen (Testphase, Review)

Gesprächsleitfaden für Hochschule/Arbeitgeber

  • Ziel eröffnen: „Ich möchte Anforderungen erfüllen – dafür brauche ich …“
  • Konkretion: 2–3 Maßnahmen mit Begründung; auf Umsetzbarkeit achten
  • Evaluation: nach 4–8 Wochen kurz prüfen, ggf. anpassen
  • Dokumentation: Vereinbarungen schriftlich festhalten

Hilfsmittel & Alltagstricks

  • Digital: Vergrößerung, Vorlesefunktion, kontrastreiche Oberflächen
  • Analog: Lampen mit gerichteter Beleuchtung, Markierungen, Antireflexfilter
  • Selbstmanagement: Pausen, Reizreduktion, klare Abläufe

Hinweis
Rechtsgrundlagen und Verfahren unterscheiden sich je nach Institution/Land. Dieser Beitrag bietet praxisnahe Orientierung – keine Rechtsberatung.

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