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Lesedauer ca. 4 Min. 12. Juni 2025

Mythen & Fakten zu Retinitis pigmentosa

Forschung & Evidenz Therapie & Anwendung
RP: Mythencheck – was wirklich stimmt – Brille mit Regentropfen

Viele Aussagen über Retinitis pigmentosa (RP) klingen beängstigend – sind aber nicht immer korrekt. In diesem Beitrag trennen wir Mythen von Fakten: Was stimmt wirklich, was ist überholt und wo lohnt es sich, genauer hinzuschauen?

„RP macht schnell blind.“

RP verläuft sehr individuell. Verlauf und Geschwindigkeit unterscheiden sich je nach Genetik und Ausgangsbefund. Regelmäßige Kontrollen helfen, Veränderungen früh zu erkennen und alltagsrelevante Anpassungen gezielt umzusetzen.

„Es gibt heute eine Heilung.“

Aktuell gilt RP als nicht heilbar. Die Forschung an Gentherapien, Zellersatz und Optogenetik macht Fortschritte, Therapien sind aber noch nicht breit verfügbar. Die Versorgung zielt daher auf Funktions- und Selbstständigkeitserhalt.

„Man kann nichts tun.“

Vieles ist aktiv gestaltbar: Beleuchtung, Kontraste, Orientierungshilfen, digitale Tools, Reha-Angebote, Peer-Support – und ggf. ärztlich verordnete TES zur Verlangsamung des Funktionsverlustes, wenn geeignet.

„TES heilt RP.“

TES (transkorneale Elektrostimulation) kann laut klinischen Daten den Rückgang des Gesichtsfelds verlangsamen; sie heilt RP jedoch nicht. Ziel ist es, Sehen länger zu erhalten. Die Therapieentscheidung gehört in die Fachpraxis. Lesen Sie mehr zur aktuellen Therapie- und Studienlage.

„Alle RP-Verläufe sind gleich.“

Es gibt viele Genvarianten und unterschiedliche Startalter, Begleiterkrankungen (z. B. Usher-Syndrom) und Alltagsanforderungen. Deshalb ist die Versorgung immer individuell.

Was Betroffene konkret tun können

  • Regelmäßig kontrollieren: Befunde verstehen und Verlauf dokumentieren
  • Alltag anpassen: Licht/Blendung steuern, Kontraste erhöhen, Orientierung trainieren
  • Versorgung nutzen: Reha, Hilfsmittel, Selbsthilfe – und bei Eignung Therapieoptionen wie TES besprechen
  • Netzwerk aktivieren: Familie, Schule/Arbeit, Verbände – Unterstützung einbinden

Okuvision – Sehen erhalten. Lebensqualität bewahren.

Okuvision entwickelt innovative Therapielösungen für Menschen mit Retinitis pigmentosa (RP), einer erblichen Netzhauterkrankung, die zu einem fortschreitenden Verlust des Sehvermögens führen kann. Mit OkuStim® bieten wir eine wissenschaftlich fundierte Therapie, die darauf abzielt, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und Betroffenen den Erhalt ihres Sehvermögens möglichst lange zu ermöglichen. Gemeinsam mit Patienten, Augenärzten und Forschungspartnern setzen wir uns für innovative Behandlungsmöglichkeiten und mehr Lebensqualität ein.

KontaktPartner & Bezugsquellen

Die OkuStim® Therapie wurde für Patienten mit degenerativen Netzhauterkrankungen wie Retinitis pigmentosa entwickelt. Sie können damit ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Kern der Therapie ist das OkuStim®-System, mit dem Sie selbstständig und zu Hause Ihre Netzhaut mit schwachen elektrischen Strömen stimulieren.

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